Schwere Auswärtsaufgabe beim Tabellendritten

Stellenausschreibung: Flames suchen Physio
8. Mai 2018
Der Tabellendritte spielt seine individuelle Stärke aus
14. Mai 2018
alle anzeigen

Schwere Auswärtsaufgabe beim Tabellendritten

So wünschen es sich die Fans auch am Samstag: Bogna Sobiech setzt sich gegen die Buxtehuder Abwehr durch / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Nach der hohen 33:20 Niederlage am letzten Wochenende bei der TuS Metzingen erwartet die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Samstag, 12.05.2018 (16.00 Uhr SZ Nord Buxtehude) keine leichtere Aufgabe. Bereits um 7.00 Uhr begibt sich die Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm auf die lange Busfahrt zum Buxtehuder SV, wo sie ihr letztes Auswärtsspiel diese Saison bestreitet.

Die Handballerinnen des amtierenden Deutschen Pokalsiegers halten Kurs auf den Europapokal. Am Samstagabend feierte das von Heike Axmann anstelle des erkrankten Trainers Dirk Leun betreute Team einen 38:29 (18:12)-Erfolg beim TV Nellingen und verteidigte damit den dritten Tabellenplatz. Mit einem Sieg über die Flames kann sich der BSV bereits am vorletzten Spieltag den Europapokalplatz sichern, zumindest hat man es dann am letzten Spieltag selbst in der Hand.

Heimstarker Gastgeber

Auch gegen die Flames wird Interims-Trainerin Heike Axmann wieder für Dirk Leun auf der BSV-Bank coachen und möchte mit ihrem Team im letzten Heimspiel den zehnten Heimsieg der Saison feiern. Anschließend werden die Spielerinnen verabschiedet, die den BSV verlassen, u.a. Nationalspielerin Emily Bölk, die nach 12 Jahren beim BSV zum neuen Deutschen Meister Thüringer HC wechselt.

Der THC und Metzingen waren auch die einzigen Mannschaften, die in der Halle Nord als Sieger vom Platz gingen. Den höchsten Saisonsieg feierte man hier gegen die HSG Bad Wildungen Vipers, die eine empfindliche 37:22 Niederlage einstecken mussten. Nicht viel besser erging es dem TV Nellingen beim BSV- Rekord-Sieg von 44:32. Noch nie gab es in 29 Jahren Bundesliga beim BSV ein Heimspiel mit mehr Toren.

Das Hinspiel in Bensheim verloren die Flames am 20.01.2018 mit 27:32 (13:17). Die Frage nach der Favoritenrolle stellt sich von daher somit nicht. „Wir fahren wieder zu einem TOP-Favoriten in der Liga. Buxtehude ist Tabellendritter und wir sind diesmal Mega-Underdog, haben aber auch nichts zu verlieren. Buxtehude will einen internationalen Platz. Es ist ihr letztes Heimspiel in dieser Saison und sie wollen sich mit einem Sieg und einem ordentlichen Spiel von ihren Fans verabschieden. Es soll einen guten Rahmen bieten, denn nach dem Spiel werden die Spielerinnen verabschiedet, die den BSV verlassen und gemeinsam feiern Mannschaft und Fans anschließend den Saisonabschluss“, so Flames Trainerin Heike Ahlgrimm mit Blick auf die Begegnung in Buxtehude.

„Von daher können wir befreit aufspielen. Ich erwarte von meiner Mannschaft auch eine Reaktion und ein anderes Gesicht, wie letzte Woche in Metzingen. Ich erwarte von ihnen, dass sie bis zum Umfallen kämpfen und 60 Minuten vollen Einsatz bringen. Man kann verlieren, aber man muss alles gegeben haben und dann in den Spiegel schauen können“, gibt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm die Marschroute vor.

Einsatz und Kampf über 60 Minuten gefordert

Diese Einstellung vermisste die Trainerin bei der Niederlage in Metzingen. Denn davon was die Flames die ganze Saison auszeichnete, nämlich die Tugenden, wie Kampf und Einsatz und der unbändige Wille, davon war nicht viel zu sehen. Dies wird aber in Buxtehude wieder unbedingt notwendig sein, will man kein Debakel erleben. Einen gebührenden Rahmen hat das Spiel, denn es ist für alle Spielerinnen ein Erlebnis in einer Halle, wie in Buxtehude, mit einer super Stimmung zu spielen.

Das weiß auch Heike Ahlgrimm, die von 2000-2002 als Spielerin das Trikot des BSV trug: „Es ist immer was Besonderes in einer vollen Halle zu spielen und die Stimmung in Buxtehude ist einfach toll. Von daher sollen die Mädels das auch genießen und es Buxtehude so schwer, wie möglich machen“.

Der BSV stellt den drittstärksten Angriff der Liga. Erfolgreichste Torschützin ist derzeit die ehemalige deutsche Nationalspielerin Lone Fischer mit137/42 Toren, die sich damit auf Platz 6 im Ranking der Handball Bundesliga Frauen (HBF) findet. Mit Emily Bölk, Lone Fischer und Friederike Gubernatis standen drei BSV-Spielerinnen im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft bei der Heim-WM. Gubernatis war bei den ersten beiden Spielen der Deutschen auch „Player of the Match“ und ist ein Bollwerk in der Abwehr. Mit 92/16 Toren findet sie sich außerdem auf Platz 24 der Liga und Platz 2 beim BSV wieder. Unter den TOP 40 der Liga stellt der BSV mit Maike Schirmer (80 Tore), Jessica Oldenburg (76) sowie der lange verletzten Emily Bölk (74) noch 3 weitere BSV-Spielerinnen.

Sportliche Klassenerhalt bleibt Saisonziel

Während der Buxtehuder SV um den internationalen Startplätz kämpft, geht es für die Flames immer noch um den sportlichen Klassenerhalt und somit einen guten Saisonabschluss als Aufsteiger. Dazu müssen sie in Buxtehude wieder alles in die Waagschale werfen, um dann am 26.05.18 zu Hause gegen den HC Rödertal einen schönen Saisonabschluss feiern zu können. Das fordert auch Heike Ahlgrimm von ihrem Team.

„Auch wenn Buxtehude besonders heimstark ist und wir der krasse Außenseiter sind, so werden wir die Punkte nicht einfach herschenken. Wir haben es diese Runde schon oft genug bewiesen, zu was wir in der Lage sind und wollen diese Saison ordentlich über die Bühne bringen. Unser Ziel ist es nach den beiden noch ausstehenden Spielen mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen“, so der Minimalwunsch der Flames-Trainerin.

Nicht Einsatzfähig ist am Samstag Martha Logdanidou, die sich neben Ivana Sazdovski (schwanger) und den beiden Langzeitverletzten Josephine Körner und Vildana Halilovic sowie Julia Maidhof in die Ausfallliste einreiht.

Nächste Woche sind die Flames wegen dem Final4 im DHB-Pokal spielfrei. Am Samstag, den 26.05.2018, erwarten die Flames zum letzten Saisonspiel den HC Rödertal.