Saisonstart in Buxtehude beim Tabellendritten der letzten Saison

Intensive Vorbereitung bei den Flames – Trainerin Heike Ahlgrimm im Interview
2. September 2018
31:25 Auftaktniederlage in Buxtehude – trotz toller Moral
9. September 2018
alle anzeigen

Saisonstart in Buxtehude beim Tabellendritten der letzten Saison

Heike Ahlgrimm spielt mit ihren Flames die zweite Saison in der ersten Liga / Bildrechte: ©Andrea Müller

Das lange Warten hat ein Ende. Die unschöne Zeit ist für Fans und Spielerinnen am Wochenende endlich vorbei und die acht Wochen Vorbereitung sind schon wieder Geschichte. Die Quälerei im Training, die vielen Testspiele und Turniere zählen ab Samstag nicht mehr. Ab dem Wochenende geht es wieder um Punkte in der Liga und die Teams werden erstmals sehen, wie erfolgreich ihre Vorbereitung war.

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach beginnt am Samstag, 08.09.2018 (19.00 Uhr SZ Nord Buxtehude) die zweite Saison in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Das erste Saisonziel heißt „Klassenerhalt 2.0“ und dies wird auch diese Saison keine leichte Aufgabe. Gleich der Saisonstart hat es für die Flames in sich. Die Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm muss im hohen Norden, beim Dritten der letzten Saison, dem Buxtehuder SV, antreten.

In der Halle Nord erwartet die Flames eine volle Halle und eine tolle Stimmung. „Ich fahre gerne nach Buxte. Dort habe ich ja selbst 2 Jahre gespielt und es macht immer wieder Spaß, in einer vollen Halle vor 1200 Leuten zu spielen“, freut sich daher auch Heike Ahlgrimm, die von 2000-2002 als Spielerin das Trikot des BSV trug.

Mit der Vorbereitung war Heike Ahlgrimm zufrieden. Ihre Mädels haben super mitgezogen und die Turniere und Testspiele waren durchaus erfolgreich. Doch Vorbereitung und Saison sind zwei Paar Schuhe. In der Vorbereitung probieren alle Mannschaften viel aus und die Ergebnisse sind daher zweitrangig.

Der Buxtehuder SV geht mit sechs neuen Spielerinnen in seine 30. Saison in der Bundesliga. Trainer Dirk Leun, der bereits seit 10 Jahren als Trainer beim BSV ist, bleibt damit seiner Linie treu, junge Spielerinnen auszubilden und sie an die 1. Liga heranzuführen. Die Kombination mit erfahrenen Spielerinnen machte den Erfolg der letzten Jahre aus. Der größte Verlust unter den Abgängen ist zweifelsohne der von Nationalspielerin Emily Bölk, die vom Buxtehuder SV zum Deutschen Meister Thüringer HC wechselte.

Mit Friederike Gubernatis, die zu den stärksten Abwehrspielerinnen der Liga zählt, sowie Lone Fischer und Maike Schirmer hat der BSV aber noch 3 weitere aktuelle und ehemalige deutsche Nationalspielerinnen im Kader sowie einige Spielerinnen mit Erfahrungen in der Juniorinnen Nationalmannschaft, wie z.B. Annika Lott, die vom Ligarivalen Bayer Leverkusen zum BSV wechselte.

„Buxtehude hat ein ganz junges interessantes Team, wo Dirk Leun wieder eine gute Arbeit machen kann. In seinem Team sind sechs neue Spielerinnen, die sich natürlich noch finden müssen. Er hat wieder viele ganz junge Spielerinnen, aber ich glaube, wenn er sie lange dort halten kann, dann wird das in den nächsten Jahren wieder eine Top-Adresse in der Liga. Ihr Anspruch ist wieder Platz 3 oder4, aber zumindest da oben mit zu spielen und die Großen da oben zu ärgern und das wird ihnen sicher auch gelingen“, lobt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm die Arbeit beim BSV und warnt aber gleichzeitig damit auch, den Gegner zu unterschätzen.

Natürlich ist der BSV der klare Favorit in diesem Spiel und für den BSV zählt zum Liga-Auftakt auch nur ein Heimsieg, auch wenn Dirk Leun großen Respekt vor den Flames hat.
Die Außenseiterrolle sind Heike Ahlgrimm und ihr Team von der letzten Saison bereits gewohnt. Nichtsdestotrotz ist die Flames-Trainerin gewohnt optimistisch und gibt sich kämpferisch: „Wir werden alles, was wir haben, im Spiel dagegensetzen und gucken, dass wir sie ärgern. Es ist wichtig mit Selbstbewusstsein hinzufahren. Ich fahre jedenfalls nicht hin und schenke ihnen einfach die Punkte. Wir schauen schon, ob da was geht und müssen ihr Tempospiel unterbinden. Jedenfalls müssen wir von Anfang an wach sein und aggressiv in der Abwehr stehen, dann geht da vielleicht auch was.“

Verzichten muss Heike Ahlgrimm in Buxtehude neben der Langezeitverletzten Josephine Körner auch auf Neuzugang Simone Spur Petersen. Die Dänin laboriert noch an einer Schulterverletzung, die sie sich Ende der Saison in Oldenburg zugezogen hatte.