Mit Rückenwind nach Halle – für beide Mannschaften zählen nur die Punkte

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Mit Rückenwind nach Halle – für beide Mannschaften zählen nur die Punkte

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm gibt die Richtung vor – ihre Mädels müssen sie nur noch befolgen, damit es mit dem ersten Auswärtssieg klappt / Bildrechte: ©Andrea Müller

Nach den DHB- Pokalspielen letzte Woche geht es an diesem Wochenende weiter in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Die Wildcats vom Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt empfangen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Sonntag, 11.11.2018, um 16:00 Uhr in der ERDGAS Sportarena in Halle zum Kellerduell um zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Die Wildcats sind bisher noch ohne Punktgewinn (0:12) auf dem letzten Tabellenplatz – die Flames rangieren mit 2:10 Punkten nur knapp davor als Drittletzter auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.  Mit einem Sieg würden die Wildcats zumindest punktemäßig mit den Flames gleichziehen, die Flames wiederum könnten sich bei einem Sieg etwas weiter von den Wildcats absetzen. Daher ist die Zielsetzung für die Flames auch der erste Auswärtssieg in dieser Saison!

Mit Tanja Logvin holten die Wildcats für diese Saison eine neue Trainerin, die diese Saison den Klassenerhalt schaffen und langfristig auch höhere Ziele erreichen soll. Die einstige Welthandballerin kam von der Neckarsulmer Sportunion und war vorher in Dänemark und bei Rosengarten-Buchholz tätig. Die mit ihr zusammengestellte Mannschaft stammt überwiegend aus dem Ausland. Lediglich die Polin Emilia Galinska kam von Ligakonkurrent Borussia Dortmund.

Zum Saisonstart war die Hauptaufgabe bei Tanja Logvin erst einmal eine Mannschaft zu formen und Ligaerfahrung zu sammeln. Von daher sind bisherigen Ergebnisse und teilweise deutliche Niederlagen nicht überraschend und Logvin möchte mit ihren Wildcats am Sonntag die ersten Punkte. Den Ligaauftakt verlor man gegen den Deutschen Pokalsieger VFL Oldenburg 29:39, in Göppingen mit 26:28, gegen Leverkusen 24:32, in Metzingen 32:21, gegen die HSG Bad Wildungen Vipers mit 26:39 und in Nellingen mit 34:23.  Gegen Leverkusen führte man zur Halbzeit noch mit 17:11, was zeigt, dass in der Mannschaft auch einiges steckt.

Halle steht mit dem Rücken zur Wand

Trotz der tollen Leistungen in den letzten Spielen kann man aber nicht davon sprechen, dass die Flames hier die Favoritenrolle haben, schon gar nicht, wenn beide Mannschaften nur 2 Punkte trennen und man auswärts antreten muss. Diese Ansicht teilt auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm: „Das ist ein Kellerduell, das wissen wir. Da zählen für beide Mannschaften nur 2 Punkte. Ich glaube, dass uns jeder so ein bisschen die Favoritenrolle zuschieben will. Aber wir spielen auswärts. Halle steht mit dem Rücken zur Wand und die werden alles dafür tun, um zu gewinnen. Da werden wir keinen Schönheitspreis für das Spiel gewinnen. Wir müssen dort mit allem, was wir haben, kämpfen. Aber wir müssen auch ohne Druck in dieses Spiel hereingehen.“.

Klar ist, dass es in diesem Vier-Punkte-Spiel auf die Tagesform ankommen wird und, wer den Gegner zu mehr Fehlern zwingen kann sowie die eigenen Unzulänglichkeiten möglichst gering hält.

Heike Ahlgrimm hat ihre Mannschaft diese Woche entsprechend darauf vorbereitet und weiß, dass Konzentration und Kampfbereitschaft von Beginn an notwendig sind. „Das wird ein Kampfspiel werden. Auf gar keinen Fall dürfen wir sie unterschätzen, denn sie sind nicht so schlecht, wie viele denken und es die null Punkte in der Tabelle aussagen. Außerdem spielen sie zu Hause und werden mit ihren Fans alles dafür tun, um zu gewinnen. Wir müssen dort hochkonzentriert zu Werke gehen und von der ersten Minute an da sein“, sagt die Flames-Trainerin mit Blick auf das bevorstehende Spiel.

Die Flames wissen auf jeden Fall, was die Stunde geschlagen hat, denn man zeigte in den letzten Wochen gegen die Topteams eine gute kämpferische Einstellung und versäumte es nur sich zu belohnen. Dies soll aber gegen die Teams auf Augenhöhe zumindest anders werden und die Chance dazu hat man jetzt bei den Wildcats.

„Wir haben immer in den Spielen bewiesen, dass wir da waren, wenn es darauf ankommt. Das war auch im letzten Jahr schon so. Deshalb müssen wir auch mit einer gewissen Leichtigkeit und ohne uns unter Druck zu setzen, in dieses Spiel hereingehen. Wir wollen dieses Spiel gewinnen, keine Frage, und dafür werden wir alles tun“, erklärt Ahlgrimm wie ihre Mannschaft den Kampf erfolgreich bestehen soll.

Die Wildcats haben diese Saison bisher 141 Tore erzielt und 202 Tore kassiert (Flames 151:164). Erfolgreichste Torschützinnen bei den Wildcats sind Mariana Ferrira-Lopes (32/4 Tore), Emilia Galinska (25/19), Sophie Lütke (23/1) und Ekatarina Fanina (21).

Fanunterstützung in Halle

Die Zuschauer können sicher eine spannende Partie erwarten und die Flames freuen sich dabei auf die Unterstützung von einigen Fans und dem Fanclub, die mit einem Fanbus anreisen, um ihre Flammen vor Ort zu unterstützen. Die Flames würden ihnen sicher als Belohnung gerne zwei Punkte schenken.

„Wir werden auf uns schauen und müssen das kompensieren, was uns die letzten Spiele ausgezeichnet hat, aber am Ende noch gefehlt hat. Den Rückenwind aus den letzten drei guten Spielen müssen wir mitnehmen und dann werden wir dort auch ordentlich spielen“, so Heike Ahlgrimm zuversichtlich.