HSG Bensheim/Auerbach mit Niederlage zum Auftakt

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HSG Bensheim/Auerbach mit Niederlage zum Auftakt

Setzte in ihrem ersten Spiel in der ersten Handball Bundesliga einige Akzente und war mit fünf Treffern erfolgreich: Julia Maidhof / Bildrechte: (c) HSG Bensheim/Auerbach Flames

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach haben das erste Bundesligaspiel nach dem Aufstieg gegen die Vipers der HSG Bad Wildungen verloren. Im Hessenderby setzte sich der Favorit aus Nordhessen am Ende mit 26:29 (13:16) durch. Erfolgreichste Werferinnen bei den Gästen waren Tamara Haggerty (7 Tore), Miranda Schmidt-Robben, Anouk Nieuwengweg und Laura Vasilescu mit je fünf Toren. Bei den Flames überzeugten vor allem Julia Maidhof (5), Lisa Friedberger (5/3) und Bogna Sobiech (4), die vom Fanclub auch zur Flames-Spielerin des Tages gewählt wurde.

Neben den bekannten Verletzten musste Trainerin Heike Ahlgrimm kurzfristig auch noch auf Torfrau Pauline Radke verzichten, die im Training mit einer Mitspielerin zusammen gestoßen war und sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.

Die Anfangsphase war vor 1400 Zuschauern in der Bensheimer Weststadthalle völlig ausgeglichen und in den ersten Angriffen gelangen beiden Mannschaften immer wieder Treffer, so dass es nach 5 Minuten 5:5 stand. Auch nach 10 Minuten war das Spiel noch ziemlich ausgeglichen (7:8). Dann gelang es den Vipers durch 2 weitere sich erstmals nach 12 Minuten mit 3 Toren abzusetzen (7:10). Die Vipers erhöhten jetzt den Druck und die Flames vergaben freie Chancen, was zu einem 5-Tore-Rückstand (11:16) nach 26 Minuten führte. Die Flames gaben aber nicht auf und konnten bis zur Halbzeit wieder auf 3 Tore verkürzen (13:16).

Durch ein 7m-Tor von Lisa Friedberger kamen die Flames direkt nach der Pause wieder auf 2 Tore heran, nutzten aber erneut ihre Chancen nicht konsequent, so dass die Vipers sich nach 45 Minuten erneut mit 5 Toren absetzen konnten. Angefeuert von den vielen Fans gaben die Flames aber weiterhin nicht auf und konnten 5 Minuten vor dem Ende erneut auf 2 Tore verkürzen (25:27). Zu mehr reichte es dann aber trotz tollen Kampfes leider nicht mehr und die Gäste konnten sich nach dem 26:29 auf die ersten Punkte freuen.

Die Flames können aber trotz der Niederlage über den gezeigten Auftritt zufrieden sein und wenn sie weiterhin mit so viel Leidenschaft spielen, werden sie in der Saison auch noch ihre Punkte holen.

Statements der Trainerinnen nach dem Spiel:

Tessa Bremmer (Vipers): Wir wussten auf jeden Fall, dass es sehr schwierig ist. Wir waren der Favorit und haben hier heute den Druck gehabt, wir mussten gewinnen. Trotzdem haben wir viele neue Spielerinnen, die noch nicht alle in der 1. Liga gespielt haben und sich da noch erst daran gewöhnen müssen. Und das dann gleich in Bensheim, wo die Halle ordentlich abgeht und gegen eine Mannschaft, die noch die Euphorie vom Aufstieg mitnimmt. Daher wusste ich, dass es schon sehr schwierig wird. Zwischendurch habe ich mir gedacht, wir führen mit 5 Toren und das Spiel müssen wir unbedingt so zu Ende bringen. Man hat hier aber gesehen, dass Bensheim sehr gut kämpfen kann und am Ende hat dann doch ein wenig die Qualität gewonnen. Für uns war es auch das 1. Spiel, mit vielen neuen Spielerinnen und wir sind einfach zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben und beide Punkte geholt haben. Ganz zufrieden mit dem Spiel bin ich nicht, unsere Kreisläuferin hat überragend gespielt, dies auch schon in der ganzen Vorbereitung und das in ihrem Alter (Anm. der Red.: Tamara Haggerty, 21 Jahre). Das war sehr stark und ich muss ihr da mal ein großes Kompliment machen.

Heike Ahlgrimm (Flames): Glückwunsch an Bad Wildungen für die 2 Punkte. Wenn man das ganze Spiel betrachtet, sind diese auch gerechtfertigt. Nichtsdestotrotz muss ich meiner Mannschaft heute auch ein Kompliment machen. Wir sind Aufsteiger und haben heute viele Dinge richtig gemacht. Wir haben uns am Ende leider nicht belohnt, das ist einfach jetzt der Unterschied. Jetzt spielen wir 1. Liga und in der 1. Liga wird jeder Fehler bestraft, wenn man die Tore nicht macht. Heute haben wir leider zu viel verworfen, um am Ende auch mit 2 Punkten hier vom Feld zu gehen. Die Abwehr hat am Anfang nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wir haben nie aufgegeben, wir haben Leidenschaft gezeigt und ich glaube, dass wir heute gesehen haben, dass wir in die 1. Liga gehören, dass wir es den Vipers wahnsinnig schwer gemacht haben und die wirklich kämpfen mussten für diese 2 Punkte und das ist das, was wir machen müssen. Ich möchte mich auch nochmal beim Publikum bedanken, ihr wart heute unser 8. Mann. Wir hatten heute 1400 Zuschauer und ich hoffe, dass ihr alle wieder kommt, dass ihr uns weiter unterstützt. Wir sind gekommen, um zu bleiben und wir werden es definitiv auch schaffen, in der 1. Liga zu bleiben.

Flames: Jessica Kockler, Josef Lotze (Tor); Anja Ernsberger (1 Tor), Rafika Ettaqi, Ivana Sazdovski, Vildana Halilovic, Caroline Thomas (3), Martha Logdanidou (2), Sanne Hoekstra, Larissa Platen (2), Lisa Friedberger (5/3), Merel Frericks, Sarah van Gulik (3), Julia Maidhof (5), Lena Ebel (1) und Bogna Sobiech (4)

Vipers: Manuela Brütsch, Rinka Duijndam (Tor), Sabine Heusdens (4), Tamara Haggerty (7), Anouk Nieuwengweg (5), Anna Frankova, Miranda Schmidt-Robben (5), Mariel Beugels, Romy Bachmann (2), Laura Vasilescu (5/2), Sina Ritter, Anna-Maria Spielvogel (1), Isa-Sophia Rösike und Lisa-Maria Preis.

Für die Flames geht es am nächsten Samstag, den 16. September zu einer der TOP-Mannschaften der Liga. Um 19:30 Uhr geht es in der Halle Wellinghofen in Dortmund gegen Borussia Dortmund um die nächsten Punkte.