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Hessenderby zum Rückrundenstart

Auch die Freiräume von Vipers-Kreisläuferin Tamara Haggerty sollen morgen besser eingeschränkt werden / Bildrechte: ©Andrea Müller

Mit dem Hessenderby bei der HSG Bad Wildungen Vipers (Samstag, 17.02.18 um 19.00 Uhr in der Ense-Halle) starten die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in die Rückrunde der 1. Handball Bundesliga Frauen (HBF).

Die HSG Bad Wildungen Vipers belegt derzeit mit 9:17 Punkten den 10. Platz in der Tabelle und liegen damit drei Plätze und drei Punkte vor den Flames.

Dies zeigt dann auch schon die Brisanz dieses Spieles. Die Vipers streben mindestens den 9. Platz am Saisonende an. Sollten sie gegen die Flames das 3. Heimspiel in Folge verlieren, dann würden sie jedoch erst einmal mittendrin im Abstiegskampf stecken und wären nur noch 2 Punkte vom Abstiegsplatz entfernt.

Mit dieser Entwicklung hatte man in Bad Wildungen eigentlich nicht gerechnet. Der angestrebte 9. Platz ist mit diesem Kader durchaus realistisch und der Start in die Saison verlief vielversprechend. Zu Hause spielte man u.a. gegen den BVB 27:27 Unentschieden und am 06.01.2018 sensationell 30:27 gegen den Thüringer HC. Hinzu kommt, dass man sich durch ein 21:19 in Leverkusen die Teilnahme am FinalFour im DHB-Pokal sicherte.

Nach den beiden überraschenden Heimniederlagen gegen den TV Nellingen und FRISCH AUF Göppingen stehen die Vipers jetzt jedoch gegen die Flames als Favorit zu Hause unter Zugzwang und es zählt nur der doppelte Punktgewinn vor eigenem Publikum.

Vipers gegen die Flames unter Druck

„Nach den Niederlagen stehen wir unnötigerweise unter Druck. Bensheim ist in der Liga angekommen und nicht vergleichbar mit ihrem Auftritt beim ersten Saisonspiel“, sieht Jochen Busch, sportlicher Leiter der Vipers, seine Mannschaft nun in der Verantwortung.

„Bad Wildungen ist Favorit. Sie stehen vor uns und sind nicht so schlecht, wie sie im Moment dastehen. Von daher sind sie definitiv Favorit, aber wir wissen auch, dass sie unter Druck stehen. Wir werden Ihnen nichts schenken und sie müssen dieses Spiel gewinnen. Drei Heimspiele hintereinander zu verlieren, dürfen sie sich nicht leisten. Vor allen Dingen hängen sie dann richtig unten mit drin. Das kann unser Vorteil sein“, hofft Flames-Trainerin Heike Heike Ahlgrimm auf die  Außenseiterchance.

Aber Heike Ahlgrimm weiß auch, was ihre Flames dafür tun müssen:“ Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und müssen gucken, dass wir 60 Minuten eine tolle Abwehr machen. In der 1. Halbzeit gegen Blomberg hatten wir eine schlechte Abwehr und haben das dann noch mit in den Angriff genommen. Von daher müssen wir schauen, dass wir an die Leistung der 2. Halbzeit anknüpfen“, so die Flames-Trainerin mit Blick auf die bevorstehenden 60 Minuten Kampf in der Ense-Halle.

Die Vipers zeichnen sich durch einen ausgeglichenen Kader mit erfahrenen und jungen Spielerinnen aus. Zu den erfahrenen Spielerinnen zählen unter anderem Sabine Heusdens, die bisher 40/2 Tore erzielte und Laura Vasilescu, die mit 86/39 Toren auf Platz 4 in der Torschützenliste der Liga steht. Auf Platz 11 findet man da die junge Rückraumrechte Anouk Nieuwenweg mit 63/14 Toren. Ein Riesentalent ist auch Tamara Haggerty am Kreis, die im Hinspiel siebenmal erfolgreich war und in der nächsten Saison für die TuS Metzingen aufläuft. Im Tor stehen die Schweizer Nationaltorhüterin Manuela Brütsch und die Niederländerin Rinka Duijndam, die nächste Saison beim BVB Dortmund spielt.

„Sie haben eine tolle Mannschaft mit sehr guten Spielerinnen. Da kann man sich nicht nur auf eine Spielerin konzentrieren. Von daher müssen wir von der ersten Minute an richtig Gas geben“, gibt Heike Ahlgrimm die Marschroute vor.

60 Minuten volle Konzentration notwendig

„Wir fahren natürlich nach Bad Wildungen, um sie zu ärgern und wollen es ihnen so schwer wie möglich machen. Ich glaube immer, dass man eine Chance hat, gerade auch jetzt in der Lage, wo sie jetzt sind. Außerdem muss man auch sehen, dass wir gegen Blomberg eine schlechte erste Halbzeit hatten und die Mädels das wieder gut machen wollen. Wir haben die 2. Halbzeit richtig gut gespielt und daran werden wir anknüpfen und dann schauen wir, was in Bad Wildungen geht. Wenn wir an uns glauben und alles geben, dann können wir auch von dort 2 Punkte mit nach Hause nehmen“, gibt sich die Flames-Trainerin angriffslustig und appelliert damit aber auch an den Einsatzwillen ihrer Mannschaft. Ein Handballspiel geht über 60 Minuten und punkten im Hessenderby wird morgen nur die Mannschaft, die über die vollen 60 Minuten hochkonzentriert zur Sache geht und von der ersten bis zur letzten Minute kämpft und alles gibt.

Und wenn die Flames als Außenseiter diese 2 Punkte mit an die Bergstraße nehmen würden, hätte mit Sicherheit nicht nur Heike Ahlgrimm nichts dagegen.