Flames wollen in Göppingen nachlegen

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Flames wollen in Göppingen nachlegen

Flames-Kapitänin Caroline Hettinger (hier im Hinspiel mit Annika Blanke) möchte mit ihrem Team in Göppingen nachlegen und weitere Punkte sammeln / Bild: ©Andrea Müller

Nach dem überzeugenden 31:18 Heimsieg im Kellerduell gegen die Wildcats des SV Union Halle-Neustadt steht diese Woche für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach wieder ein Auswärtsspiel in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) auf dem Programm. Am Samstag sind die Flames um 19:00 Uhr in der EWS-Arena zu Gast bei den Frauen von Frisch Auf! Göppingen.

Für das Team von Trainer Aleksandar Knezevic ist es das dritte Heimspiel in Folge. Letzte Woche gelang ein ungefährdeter 34:27-Derbysieg gegen den TV Nellingen und man möchte auch gegen die Flames der Favoritenrolle gerecht werden und einen weiteren Heimsieg feiern.

Die Frisch-Auf-Frauen stehen derzeit mit 20:20 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz und würden gerne den letztjährigen sechsten Platz bestätigen. Wie auch in der letzten Saison hat Aleksandar Knezevic auch diese Saison wieder nur einen kleinen, aber qualitativ sehr guten Kader zur Verfügung.

Göppingen ist eine sehr erfahrene und zweikampfstarke Mannschaft, die auf allen Positionen torgefährlich ist. Vor allem Spielerinnen wie Prudence Kinlend oder Annika Blanke, die wieder fit ist, sind stark im Eins-gegen-Eins. Die gefährlichste Spielerin ist zweifelsohne Michaela Hrbková. In der Saison 2016/17 war sie nicht nur beste Spielerin der Liga, sondern mit 210 Toren auch die beste Torschützin der HBF. Obwohl Hrbková diese Saison mehrere Spiele, so auch im Hinspiel, verletzungsbedingt aussetzen musste, steht sie mit 112/47 Tore bereits wieder auf Platz 8 der Scorer-Liste der HBF.

Die erfolgreichsten Torschützinnen der Grün-Weißen sind neben Hrbková noch Iris Guberinic (91/27 Tore), Prudence Kinlend (83), Anja Brugger (58), Annika Blanke (54/7) und Petra Adamkova (50).

Das Hinspiel verloren die Flames mit 28:29 (15:10). Dabei lag man kurz nach der Halbzeit noch mit 6 Toren in Führung. Doch Göppingen drehte noch das Spiel, führte zwischenzeitlich selbst mit 3 Toren. Das Siebenmetertor zum 28:29 von Iris Gubernic 10 Sekunden vor dem Ende besiegelte dann die Niederlage. Letzte Saison gewannen die Grün-Weißen beide Begegnungen. In Göppingen verloren die Flames 27:19 und zu Hause unterlag man mit 25:27.

Für die Grün-Weißen zählt daher auch diesmal nur der Sieg und man hat die Favoritenrolle natürlich auf seiner Seite. Trotzdem wollen die Flames nach dem Sieg vom letzten Wochenende in Göppingen nachlegen und einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt gehen. Durch den Sieg gegen die Wildcats beträgt der Abstand auf die Abstiegsplätze derzeit drei Punkte. Dies hat weitere Kräfte freigesetzt und gibt zusätzliches Selbstvertrauen für die noch ausstehenden sechs Saisonspiele.

„Im Moment sind wir positiv und haben Rückenwind. Aus den letzten vier Spielen haben wir fünf Punkte geholt und davor insgesamt nur sechs. Wir haben daher Selbstvertrauen und fahren natürlich nach Göppingen, um dort 2 Punkte zu holen und um einfach weiterzumachen, weil wir wissen, dass wir die Punkte brauchen. In Göppingen wollen wir ein gutes Spiel machen. Wir haben bereits im Hinspiel ein gutes Spiel gemacht und dann ganz unglücklich paar Sekunden vor Schluss mit einem Tor verloren. Vielleicht geht da ja was und uns gelingt eine Überraschung“, so die Zielsetzung von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Um dies entsprechend umsetzen zu können, bekam das Team nach dem kräftezehrenden Spiel am Montag trainingsfrei, um wieder auftanken zu können. Seit Dienstag ist man wieder voll fokussiert auf das Spiel in Göppingen und hat den Gegner entsprechend studiert und sich intensiv darauf vorbereitet.

Heike Ahlgrimm hat die Grün-Weißen ausgiebig analysiert: „Wir müssen schauen, wer bei Göppingen aufläuft, denn sie haben immer nur ein kleiner Kader, der aber richtig gut ist. Das sieht man auch an den Toren. Sie haben schon einige richtige gute Spielerinnen, wie zum Beispiel Michaela Hrbková oder Prudence Kinlend. Göppingen spielt eine sehr aggressive 3-2-1-Abwehr und haben bisher super gepunktet. Sie haben eine sehr gute Hinrunde gespielt und wir haben dort nichts zu verlieren und können frei aufspielen. Wir haben keinen Druck und fahren von daher wieder dorthin, um zu überraschen. Das haben wir in Dortmund auch schon geschafft und vielleicht können wir den nächsten Großen ärgern“, glaubt die Flames-Trainerin feste daran, dass man die nächsten Punkte sammeln könnte.