Flames wollen die ersten Auswärtspunkte in Metzingen

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Flames wollen die ersten Auswärtspunkte in Metzingen

Die konsequente Abwehrarbeit wird sicher auch in Metzingen eine entscheidende Rolle spielen (hier: Sarah van Gulik und Ines I Ivančok mit der ehemaligen Flames-Spielerin Merel Freriks) / Bild: ©Andrea Müller

Zweites Auswärtsspiel in Folge für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Nach dem guten Auftritt beim 24:28 in Dortmund geht es diesmal zum Vorjahresdritten TuS Metzingen. Anpfiff in der Öschhalle ist am Samstag um 19:30 Uhr.

Nach diesem 3. Spieltag ruht dann der Ligaalltag erstmal wieder für 2 Wochen. Grund sind die EM-Qualifikationsspiele der Nationalteams sowie am Wochenende danach die 2. Runde des DHB-Pokals.

Die TuS hat ebenfalls einen großen Umbruch hinter sich. Nachdem sich Metzingen und der damalige Trainer André Fuhr nach Ende der letzten Saison überraschend nach nur einem Jahr wieder getrennt hatten, übernahm die ehemalige Flames-Spielerin Edina Rott erneut das Traineramt bei den TusSies, die sie 2012 in die Bundesliga geführt hatte und bei denen sie zweimal übergangsweise einsprang.

Neun Zugänge hat  die TuS in ihrem Kader, acht Spielerinnen verließen den Verein. Trotz Umbruch strebt man wieder eine TOP-Platzierung an. „Schlechter als Vierter wollen wir am Ende nicht sein“, sagte Metzingens Geschäftsführer Ferenc Rott vor der Saison. Dies würde gleichzeitig die erneute Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe bedeuten.

Dies traut auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den TusSies zu, die sie zusammen mit Buxtehude und Leverkusen in der Gruppe hinter dem Spitzentrio Bietigheim, Thüringen und Dortmund, sieht. „Nach den drei Großen kommt die zweite Gruppe. Dazu gehören Buxte, Leverkusen und natürlich Metzingen“, so Ahlgrimm.

Beide Mannschaften haben 2:2 Punkte. Metzingen ist am 1. Spieltag etwas überraschend mit einer Heimniederlage (27:29) gegen die HSG Blomberg-Lippe gestartet, gewann aber am Wochenende dann deutlich 35:24 bei den Kurpfalz Bären in Ketsch. Erfolgreichste Torschützen waren bisher Simone Cathrine Petersen (18/11 Tore), Marlene Zapf (12/6) sowie Bo van Wetering (10 Tore).

Metzingen liebt das schnelle Spiel. Umso wichtiger ist für die Flames ein konzentrierter Abschluss und ein schnelles Rückzugverhalten, aber auch eine konzentrierte Deckungsarbeit, um selbst das schnell Spiel nach vorne praktizieren zu können. Dies ist in Dortmund, vor allem in der 1. Halbzeit, schon ganz gut gelungen und darauf können die Flames aufbauen.

Die Favoritenrolle liegt bei Metzingen, allerdings auch der Druck. Von daher können die Flames befreit aufspielen und versuchen die Chance zu nutzen weitere Punkte mit in die Spielpause zu nehmen.

Dies sieht auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm so. „Wir fahren nach Metzingen, um dort Punkte zu holen. Aus dem guten Spiel in Dortmund konnten wir viel Positives mitnehmen. Metzingen ist Favorit, aber sie stehen auch mächtig unter Druck, denn sie müssen zu Hause gewinnen. Das könnte unsere Chance sein. Metzingen hat eine junge, hungrige Mannschaft, die jedoch noch nicht so stabil und eingespielt ist. Wir sind alle gut drauf und fit. Diese Woche haben wir sehr gut trainiert und sind guter Dinge“, blickt Heike Ahlgrimm optimistisch auf die Begegnung in Metzingen.