Flames verpassen Überraschung im Pokal

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Flames verpassen Überraschung im Pokal

Lisa Friedberger erzielte 3 Tore gegen den Buxtehuder SV und wurde vom Fanclub zur „Spielerin des Tages“ gewählt / Bildrechte: ©Andrea Müller

Für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach ist im Achtelfinale des DHB-Pokals Schluss. Mit 25:29 (13:15) unterlag man vor nur 355 Zuschauern dem Favoriten aus dem Norden, dem Ligakonkurrenten Buxtehuder SV.

Über 60 Minuten war Buxtehude insgesamt die bessere Mannschaft und ist verdient ins Viertelfinale eingezogen. Überragende Spielerin beim Pokalsieger von 2017 war Torfrau Antje Peveling, die einige Chancen der Flames zunichtemachte und ihrer Abwehr die nötige Stabilität gab. Dies war auch für beide Trainer am Ende der wohl ausschlaggebende Faktor. „Man muss sagen, dass die Torfrau von Buxte heute richtig stark gehalten hat. Ein guter Torwart gehört nun mal dazu. Buxtehude hatte heute einen guten Torwart und eine gute Abwehr und das muss man dann auch so akzeptieren“, beschrieb Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm den Unterschied nach dem Spiel.

Trotz der Niederlage boten die Flames auch in diesem Spiel wieder einen tollen Kampf und sollten sich weiter Selbstvertrauen für das wichtige Spiel nächsten Sonntag beim Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt geholt haben.

Es war das gehoffte Spiel auf Augenhöhe. Lisa Friedberger brachte ihre Flames mit 1:0 in Front. Die Gäste aus Norddeutschland machten daraus ihrerseits eine 3:1-Führung (5. Minute).Die Flames ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und machten aus dem 1:3 durch vier Tore in Folge ein 5:3 (8.). Die Flames vergaben jetzt jedoch zwei Siebenmeter, so dass der BSV den Rückstand wieder in eine 6:5-Führung wandelte (14.). Es gelang dem BSV aber nicht sich von den Flames abzusetzen und so stand es nach 20 Minuten 9:9. Lone Fischer erzielte das 10:9 (21.) und Merel Freriks sah die erste Zeitstrafe des Spiels. Diese Überzahl nutzte der BSV um auf 12:9 (24.) zu erhöhen. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm reagierte sofort mit einer Auszeit. Julia Maidhof verkürzte auf 10:12. Diese 2-Tore Unterschied waren es auch beim 13:15 zur Pause.

Die ersten 10 Minuten der 2. Halbzeit spielten die Gäste etwas konzentrierter als die Flames, die zu dem öfters an BSV-Torfrau Antje Pevelling scheiterten.

Nach 42 Minuten sah der Buxtehuder SV bereits als sicherer Sieger aus und führte beim 16:23 bereits mit 7 Toren. Doch wie auch beim Punktspiel zum Saisonauftakt starteten die Flames nochmal eine tolle Aufholjagd und waren bis auf ein Tor nach dem 24:25 (51.) durch Sanne Hoekstra dran und hatten die Chance zum Ausgleich und das Spiel zu drehen. Lisa Friedberger scheiterte jedoch freistehend an BSV-Torfrau Antje Peveling, die ihre Mannschaft damit auf der Siegesstraße hielt. Lisa Prior sorgte anschließend wieder für einen 2-Tore-Vorsprung beim 24:26 (53.). Isabell Kaiser mit dem 24:27 (56.) brachte die endgültige Entscheidung. Die Flames versuchten durch eine offene Manndeckung nochmal alles, doch es gelang nicht mehr heranzukommen. Isabelle Dölle setzte mit ihrem Tor zum 25:29 (59.) den Schlusspunkt und feierte mit ihrem Team den Einzug ins Viertelfinale. Die Flames können sich jetzt voll auf ihr Saisonziel „Klassenerhalt 2.0“ konzentrieren.

Am Sonntag, 11.11.2018 geht es zum Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt. Ein Fanbus wird die Flames zu dem wichtigen Spiel begleiten. Im Fanbus sind noch einige Plätze frei.

Auf wen der Buxtehuder SV die nächste Runde trifft, wird er am Mittwoch erfahren, denn die Auslosung findet direkt nach dem Bundesliga-Spiel des BSV bei Borussia Dortmund in der Halle statt. Das Viertelfinale des DHB-Pokal wird am 12. und 13. Januar 2019 ausgetragen.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach Flames):
Glückwunsch an Buxte zum verdienten Sieg. Wir haben uns viel vorgenommen und ich glaube, dass wir Buxte einen großen Kampf geboten haben. Die letzten Wochen spielen wir wirklich auf einem hohen Niveau. Nichtsdestotrotz haben wir verloren, weil Buxte vielleicht ein paar Fehler weniger macht, als wir. Aber ich kann meiner Mannschaft heute auch keinen Vorwurf machen. Wir waren wieder dran, wir haben gefightet und das ist das, was uns auszeichnet. Da müssen wir weitermachen. Es tut heute nicht so toll weh, wie letzte Woche, weil das Ergebnis von letzter Woche schmerzt noch immer. Heute war Buxte einfach besser, das müssen wir uns eingestehen, obwohl wir dran waren. Wir haben nächste Woche ein ganz wichtiges Spiel und da werden wir uns gut darauf vorbereiten und schauen, dass wir uns da die 2 Punkte holen.

Dirk Leun (Buxtehuder SV):
Zunächst einmal bin ich froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir wissen um die Entwicklung, nicht nur der letzten Wochen, der Flames und sie haben gegen Bietigheim und Dortmund Riesenspiele geliefert und auf hohem Niveau richtig gut gespielt. Sie sind willensstark und sehr entschlossen und wir wussten, dass es eine schwere Aufgabe wird. Ich denke, wir hatten genauso viele vergebene Chancen, aber ein guter Torwart gehört nun mal dazu, das ist beim Handball so. Aber wir haben auch nicht nur vergebene Chancen gehabt, sondern auch paar leichte Fehler gemacht und zwischendurch mal die Kontrolle verloren. So ist es am Ende kein so ungerechtes Ergebnis. Ich denke, wir sind verdient weiter gekommen. Ich glaube, dass wir gesehen haben, dass wir auch viele junge Spielerinnen haben, die heute teilweise auch die Kontrolle verloren haben nach dem klaren Vorsprung, haben dann aber zum Glück die Nerven bewahrt und zurück ins Spiel gefunden. Es gab schon so bisschen Parallelen zum Punktspiel. Ich denke mal, beide Mannschaften sind nicht so weit voneinander entfernt. Es ist immer die Tagesform, die entscheidet und da waren wir heute ein bisschen besser.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Helen van Beurden  – Carolin Schmele (4/1), Rafika Ettaqi (1), Caroline Thomas, Martha Logdanidou, Simone Spur Petersen, Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger (3), Merel Freriks (7), Sarah van Gulik, Julia Maidhof (7/1), Bogna Sobiech (2).

Buxtehuder SV:
Antje Peveling, Lea Rühter, Julia  Gronemann – Melissa Luschnat, Lone Fischer (9/4), Mieke Düvel, Christina Haurum (3), Isabelle Dölle (4), Friederike Gubernatis (1),Maike  Schirmer (5), Jessica Oldenburg (2),Annika Lott,Isabell Kaiser (2), Lisa Prior (3).

Siebenmeter: 5/2 – 4/4

Zeitstrafen: HSG 3 – BSV 2

Schiedsrichter: Fabian Baumgart, Sascha Wild

Zuschauer: 355