Flames verlieren vor Rekordkulisse gegen die Spitzenmannschaft aus Metzingen

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Flames verlieren vor Rekordkulisse gegen die Spitzenmannschaft aus Metzingen

Vor so einer Kulisse macht es einfach Spaß: 1990 Zuschauer unterstützten die Flames im letzten Heimspiel 2018 gegen die Spitzenmannschaft aus Metzingen / Bildrechte: ©Andrea Müller

Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach verloren ihr letztes Spiel in 2018 gegen die TOP-Mannschaft des TuS Metzingen vor der beeindruckenden Rekordkulisse von 1990 Zuschauern mit 21:34 (10:18). Metzingen unterstrich auch in diesem Spiel ihre Ambitionen auf einen Titel, denn sie sind noch in allen 3 Wettbewerben (Kampf um die Meisterschaft, DHB-Pokal, EHF-Pokal) mit dabei. Für die Flames geht der Kampf um den Klassenerhalt 2.0 im neuen Jahr weiter, wo in den nächsten Spielen auch wieder Gegner auf Augenhöhe kommen. Überragende Spielerin dieser Begegnung war die deutsche Nationalspielerin Shenia Minevskaja mit 12/3 Toren. Erfolgreichste Torschützin bei den Flames war Carolin Schmele mit 5/2 Toren.

Dass es zu keiner Wiederholung des Ergebnisses aus der letzten Saison, als die Flames mit dem 24:23 überraschend ihren ersten Saisonsieg holten, kommen wir, war eigentlich jedem Handballkenner schon vor dem Anpfiff klar. Die TuS mischt diese Saison bei dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft mit und macht aus dem Zweikampf zwischen dem Thüringer HC und der SG BBM Bietigheim einen Dreikampf und war in dieser Saison der bisher stärkste Gegner der Flames.

Die TuS kam nach dem 46:19 Sieg über den TV Nellingen außerdem mit einem enormen Rückenwind nach Bensheim, während die Flames bei ihrer 30:23 Niederlage in Leverkusen enttäuschten. Hätten die Flames die ersten 20 Minuten in Leverkusen ähnlich gut gestaltet, wie gegen Metzingen, dann wäre auch dort durchaus mehr drin gewesen. Überhaupt zeigten die Flames gegen Metzingen insgesamt eine stark verbesserte Leistung, vor allem was Einsatz und Kampfgeist betrifft.

Den ersten Treffer der Partie erzielte Carolin Schmele zum 1:0 (3. Minute) und auch nach dem 7:6 (16.) durch Sarah van Gulik lagen die Flames noch in Front. In der 20. Minute waren die Flames nach dem 9:10 durch Julia Maidhof ebenfalls noch prima im Spiel. Dann schlichen sich aber wieder kleine Fehler ein und es wurde oftmals überhastet abgeschlossen oder man scheiterte an Nationaltorhüterin Isabell Roch, die eine starke Leistung bot.

Diese Einladung lässt sich dann eine Spitzenmannschaft wie Metzingen nicht entgehen und den Flames gelang bis zum Pausenpfiff nur noch ein Treffer, während die TuSSies achtmal einnetzten. So ging es mit einem 10:18 in die Halbzeitpause.

In der 2. Halbzeit war die TuS zwar weiterhin die stärkere Mannschaft, doch die Flames kämpften weiterhin mit ihren Möglichkeiten um ihre Chancen, mussten sich aber am Ende mit 21:34 geschlagen geben. Die 13 Tore waren vielleicht ein wenig zu viel, aber auf diese Leistung können die Flames trotzdem aufbauen, damit sie im neuen Jahr für die wichtigen Spiele gewappnet sind. Damit die notwendigen Punkte gesammelt werden, haben die Spielerinnen auch nur 2 freie Tage, denn  bereits am 01.01.2019 bittet Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ihre Mannschaft zum 1. Training im neuen Jahr, da schon am 05.01.2019 das wichtige Auswärtsspiel bei der HSG Bad Wildungen Vipers ansteht und sie ihr Team entsprechend darauf vorbereiten wird.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (Bensheim):
Ich muss mich erstmal beim Publikum bedanken. Wir haben heute wieder eine volle Halle gehabt und eine tolle Unterstützung. Es macht einfach Spaß vor dieser Kulisse zu spielen und dass die Fans uns auch trotz dieser Niederlage immer wieder unterstützen, das finde ich einfach toll. Dafür vielen Dank von meiner Seite aus.

Dann geht natürlich der Glückwunsch an Metzingen für den verdienten Sieg. Ich glaube wir haben die erste Viertelstunde bis 20 Minuten wirklich gut gespielt, mitgehalten und Metzingen vor Herausforderungen gestellt. Dann machen wir einfach zu viele kleine Fehler, wir schließen zu überhastet ab und dann kommt natürlich Metzingen ins Rollen. Sie stehen nicht umsonst da oben und wir wussten, dass die Trauben heute hoch hängen. Ich finde diese Niederlage ein bisschen hoch, da bin ich ehrlich. Aber ich glaube, dass wir uns heute vor gar nichts verstecken müssen. Wir haben unsere Möglichkeiten ausgeschöpft. Wie gesagt, wir hätten ein paar Tore mehr sein müssen, aber im Großen und Ganzen werden wir dieses Spiel abhaken. Wir werden weiter arbeiten und jetzt kommt der Januar und das neue Jahr und da werden wir natürlich alles dransetzen, um dann weiter unsere Punkte zu holen.

André Fuhr (Metzingen):
Ich habe schon sehr großen Respekt vor Bensheim und wie hier gearbeitet wird. Sie haben viele Variationsmöglichkeiten, sie können umstellen, sie können ihren Spielstil ändern im Laufe des Spiels und sie bringen jetzt schon eine gewisse Erfahrung und Qualität mit. Ich glaube, sie haben unglücklicherweise nur paar Punkte zu wenig. Wir haben sehr großen Respekt, es war eine sehr gute Atmosphäre hier, es  ist eine gute Kulisse hier und es hat Spaß gemacht hier zu spielen. Am Ende haben wir die spielerische Leichtigkeit vermissen lassen, aber wir gewinnen am Ende mit 13 Toren und das ist Jammern auf hohem Niveau. Wir freuen uns über das, was wir bisher erreicht haben und fahren zufrieden nach Hause.

HSG Bensheim/Auerbach Flames: Jessica Kockler, Helen van Beurden  – Anja Hoekstra, Carolin Schmele (5/2), Rafika Ettaqi (3), Caroline Thomas, Martha Logdanidou, Simone Spur Petersen (1), Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger, Merel Freriks (4), Sarah van Gulik (3), Julia Maidhof (3/2), Bogna Sobiech.

TuS Metzingen: van de Polder, Kohorst, Roch – Zapf (4), Amega (1), Kobylinska (5), Kovacs (1), Minevskaja (12/3), Harsfalvi (4), Weigel (2), Vollebregt (2), Haggerty, Beddies (2), Benhke, Korsos (1)

Siebenmeter: 7/4 – 4/3

Schiedsrichter: Daniela Kuschel / Sandra Senk