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Flames kämpfen bei den Vipers um wichtige Punkte

Helen van Beurden möchte mit ihren Flames in Bad Wildungen punkten – was die Flames in der Ense-Halle erwartet, kennt sie bestens, denn die Flames-Torfrau spielte von 2014-16 bei den Vipers / Bildrechte: ©Andrea Müller

Die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel fielen bei den Flames der HSG Bensheim/Auerbach eher kurz aus, da der Terminkalender keine Verschnaufpause zulässt. So bat Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm ihr Team bereits am Neujahrstag zum Training, um ihr Team auf die wichtige und schwere Aufgabe am Samstag, den 05.01.2019 (19.00 Uhr, Ense-Halle) in Bad Wildungen vorzubereiten.

Bei der HSG Bad Wildungen Vipers treffen die Flames auf einen Tabellennachbarn im Kampf um den Klassenverbleib in Liga 1 der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Zwar trennen beide Mannschaften vier Tabellenplätze – aber auch nur 2 Punkte. Die Vipers sind mit 6:14 Punkten auf Platz 9 – die Flames mit 4:16 Punkten auf Platz 13. Dies zeigt wie eng der Kampf um Klassenerhalt und Mittelfeld in dieser Saison sind.

Beide Teams gewannen bislang gegen Neckarsulm und Halle-Neustadt. Bad Wildungen konnte zusätzlich am 27.12.2018 noch beide Punkte aus Oldenburg entführen, hat somit zwei Zähler mehr auf der Habenseite aufzuweisen und hat sich sicherlich eine ordentliche Portion Selbstvertrauen im Norden geholt. Dieses konnte man dann allerdings letzten Samstag in Nellingen nur bedingt auf die Platte bringen und man verlor dann etwas überraschend mit einem Tor.

Aufgrund der Neuzugänge vor der Saison und dem ausgegebenen Saisonziel von Platz 8 ist der bisherige Saisonverlauf für Bad Wildungen sicher nicht ganz zufriedenstellend. Zu den Neuzugängen gehören u.a Torfrau Anne Bocka (Vorher TV Nellingen), Maxim Struijs (Frisch Auf! Göppingen) und Annika Ingenpaß (TuS Metzingen).

Insgesamt steht Vipers-Trainerin Tessa Bremmer ein gut besetzter Kader zur Verfügung. Verzichten muss sie allerdings bis Saisonende auf Annika Busch (Knorpelschaden im Knie) und Lisa-Marie Preis (Kreuzband). Maxime Struijs ist nach ihrer Verletzung wieder im Kader und es wird sich zeigen, ob und wie lange sie bereits gegen die Flames spielen kann.

Für beide Mannschaften geht es um viel in diesem Spiel. Die Flames benötigen die Punkte, um den Anschluss an die anderen Mannschaften nicht zu verlieren beziehungsweise wieder gleichzuziehen und die Abstiegsplätze zu verlassen und die Vipers, um ihr Saisonziel nicht zu gefährden und den Abstand zu den Abstiegsrängen zu vergrößern.

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer und ihre Team hoffen dabei natürlich auf ihre Heimstärke vor vollbesetzter Halle und entsprechend lautstarker Unterstützung durch die Zuschauer.

Flames-Co-Trainerin Ilka Fickinger: „Wir haben eine schwierige Ausgangssituation aufgrund des Tabellenplatzes. Aber nichtsdestotrotz glaube ich, haben wir gute Karten gegen Bad Wildungen. Wir haben diese Woche bisher gut trainiert. Daher gehe ich davon aus, dass wir das am Samstag mitnehmen, auch wenn es in Bad Wildungen natürlich schwer wird. Das ist eine Halle, die ziemlich laut sein wird, das wissen wir und dementsprechend versuchen wir alles dranzusetzen, denn die 2 Punkte wollen wir auf jeden Fall mit nach Hause nehmen und von daher müssen wir schauen, ob das, was wir uns ausgedacht haben, passt und ob das am Wochenende funktioniert, weil wir sind wirklich guten Mutes und können hoffentlich auf den vollbesetzten Kader zurückgreifen“, blickt die Co-Trainerin zuversichtlich auf die Partie.

Und auch die Flames können sich auf ihre tollen Fans verlassen. Ein Fan-Bus wird die Reise nach Bad Wildungen antreten und für entsprechende Unterstützung der Flames vor Ort sorgen. Auch beim Auswärtssieg in Halle war ein Fan-Bus dabei – das sollte doch ein gutes Omen und eine zusätzliche Motivation für die Flames sein.

Denn entscheidend wird am Ende dieser Begegnung sein, welche Mannschaft die bessere Tagesform und den größeren Siegeswillen hat, denn diese Punkte sind nur über den Kampf und die mannschaftliche Geschlossenheit zu gewinnen – Tugenden, die den Flames letzte Saison den Klassenerhalt gebracht haben.

Dann ist es auch egal gegen wen sie spielen müssen, denn dafür wurden sie von ihrem Trainerteam entsprechend vorbereitet. Co-Trainerin Ilka Fickinger: „Bei Bad Wildungen müssen wir schauen, mit welchem Kader sie auftauchen. Die haben paar Verletzte, wo noch nicht klar ist, ob und wie sie spielen, wie Maxime Struijs zum Beispiel, aber wir haben uns auf alle vorbereitet. Von daher gehen wir hoffnungsvoll optimistisch in ein wohlwissend schweres Spiel. Wir wollen auf jeden Fall die 2 Punkte mit nach Hause nehmen“.