Erfolgreicher Saisonauftakt – Flames feiern 33:24 Derbysieg gegen Ketsch

Saisonstart mit einem Derby gegen Aufsteiger Ketsch
6. September 2019
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9. September 2019
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Erfolgreicher Saisonauftakt – Flames feiern 33:24 Derbysieg gegen Ketsch

Ines Ivančok durfte sich mit ihren Flames über einen gelungenen Ligaauftakt freuen / Bildrechte: ©Andrea Müller

Den Flames der HSG Bensheim/Auerbach ist vor 1580 begeisterten Zuschauern ein perfekter Saisonstart gelungen. Mit 33:24 (14:12) konnte das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm das Derby gegen den Aufsteiger Kurpfalz Bären Ketsch für sich entscheiden. Ausschlaggebend war dafür eine überragende 2. Halbzeit. Beste Werferin bei den Flames war Julia Maidhof mit 11/4 Toren, die von den Fans auch zur Spielerin des Tages gekürt wurde. Erfolgreichste Torschützin bei Ketsch war Lara Eckardt (6/4).

Insgesamt acht Neuzugänge musste Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm in der Vorbereitung integrieren, wovon sechs Spielerinnen bisher noch ohne Erstligaerfahrung waren. Verzichten musste sie dabei neben der Langzeitverletzten Simone Spur Petersen auch auf den brasilianischen Neuzugang Carolline Dias Minto, deren Pass mit Visum unterwegs ist, aber nicht mehr rechtzeitig eingetroffen ist sowie auf Julia Niewiadomska, die am Wochenende A-Jugendbundesliga spielte.

Von den verbliebenen sechs Neuzugängen standen mit Christin Kühlborn, Ines Ivančok, Dionne Visser und Sarah Dekker gleich vier in der Startformation. Dionne Visser war der 1. Flames-Treffer der neuen Saison vorbehalten. Nach 2 Minuten glich sie zum 1:1 aus, nachdem Lena Feiniler den Gast in Führung gebracht hatte. Mit zwei Treffern brachte Christin Kühlborn die Flames mit 3:1 (6.) in Front. Die Anfangsnervosität der Flames wollte sich aber noch nicht legen. Hinzu kam, dass die Bären aufopferungsvoll kämpften und die junge Leonie Moormann im Bären-Tor ein klasse Leistung bot und in den ersten 15 Minuten bereits zwei Siebenmeterwürfe sowie einige weitere guten Würfe parierte und sich nach dem Spiel ein Sonderlob ihrer Trainerin abholen konnte.

Nach 19 Minuten führten die Flames mit 10:6 konnten aber den Gegner nicht abschütteln. Rebecca Engelhardt brachte mit einem Doppelschlag die Bären wieder auf 2 Tore zum 10:8 (20.) heran und die Flames scheiterten anschließend auch mit ihrem dritten Siebenmeter in diesem Spiel. Nach 27 Minuten stand es 13:10, doch die Bären ließen sich nicht abschütteln und verkürzten auf 13:12 (29.).

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nahm daraufhin 30 Sekunden vor dem Pausenpfiff ihr erstes Team-Timeout und  Ines Ivančok machte anschließend genau das Richtige und erhöhte auf 14:12 zur Pause.

Und die Halbzeitpause tat den Flames gut. Die Flames waren wesentlich konzentrierter und erhöhten durch Ines Ivančok und Lisa Friedberger schnell auf 16:12 (33.). Nur vier Minuten später war das Spiel entschieden, als Julia Maidhof das 20:13 erzielte und Bären-Coach Katrin Schneider zu einem Team-Timeout zwang.

Lara Eckardt verkürzte durch zwei verwandelte Siebenmeterwürfe zwar nochmal auf 20:15, doch das tat dem Lauf der Flames keinen Abbruch. Das 29:18 (51.) durch Elisa Stuttfeld war erstmals eine 11-Tore-Führung und das Spiel endgültig entschieden.

Am Ende feierten die Flames mit ihren Fans einen 33:24 Erfolg und konnten sich über einen gelungenen Saisonstart freuen. Von den vielen Fans, die trotz Winzerfest den Weg in die Halle gefunden haben, sollte keiner den Spielbesuch bereut haben.

„Vielen, vielen Dank, dass ihr trotz Winzerfest alle so zahlreich hier erschienen seid. Das rechne ich euch hoch an“, galt daher auch als Erstes der Dank von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm dem Publikum.

Nächstes Wochenende erwartet die Flames gleich eine harte Nuss. Am Samstag, 14.09.2019 müssen sie bei den BVB Handballdamen in Dortmund antreten, die diese Saison mit zu den Meisterschaftskandidaten zählen und sich vor der Saison auch mit den ehemaligen Flammen Bogna Sobiech und Merel Freriks verstärkt haben.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (Bensheim):
Es war ein typisches Auftaktspiel. Man hat in der ersten Halbzeit gemerkt, wie nervös wir waren. Wir haben sechs Spielerinnen, die noch nie erste Liga gespielt haben. Das hat man in der 1. Halbzeit gesehen, dass wir viele Chancen hatten, aber so das letzte Quäntchen gefehlt hat. Wir haben uns viele Sachen erarbeitet und haben dann die ersten drei Siebenmeter verworfen. Wir haben uns dann in der Halbzeit gesagt, dass das klar war, aber dass wir heute besser sind. Das haben wir in der 2. Halbzeit eindrucksvoll bewiesen. Wir sind dann ins Rollen gekommen und es ist klar, dass dann bei uns viele Dinge funktionieren und bei Ketsch gehen dann eins, zwei Dinge daneben. Ich bin absolut froh. Wir haben zwei Punkte und darauf können wir aufbauen. Jetzt geht es weiter.

Katrin Schneider (Ketsch):
Ich glaube, wir haben das in der 1. Halbzeit sehr, sehr gut gemacht. Wir hatten eine aggressive Abwehr und sind dann auch mit Tempo nach vorne gegangen. Für uns kam nur der Halbzeitpfiff funktionell ungünstig, weil wir gerade einen Lauf hatten, wo wir dann in der 2. Halbzeit gesehen haben, dass wir ein bisschen behäbig ins Spiel gekommen sind. Wir haben in der Offensive zu viele technische Fehler gemacht und haben zu viel verworfen. Aber im Endeffekt bin ich mit der kämpferischen Einstellung zufrieden.  Wir haben natürlich auch, ehrlich gesagt, keine Ahnung gehabt, wo wir genau stehen. Ich finde, auf die erste Halbzeit kann man wirklich darauf aufbauen und schauen, dass wir auch das Positive, vor allem den Kampfgeist, mit in die nächsten Spiele nehmen.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Helen van Beurden  – Isabell Hurst, Elisa Stuttfeld (2), Sarah Dekker (4), Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger (2/1), Christin Kühlborn (3), Sarah van Gulik (1), Julia Maidhof (11/4),.Ines Ivančok (5), Dionne Visser (4).

Kurpfalz Bären Ketsch:
Leonie Moormann, Johanna Wiethoff – Saskia Fackel (2), Lena Feiniler (2), Samira Brand (3), Sina Michels (3), Rebecca Engelhardt (4), Elena Fabritz, Lea Marmodee, Verena Oßwald (4), Lara Eckhardt (6/4), Cara Reuthal, Amelie Möllmann, Carmen Moser