Buxtehuder SV setzt seine Siegesserie auch bei den Flames fort

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Buxtehuder SV setzt seine Siegesserie auch bei den Flames fort

Jessica Kockler verlängerte ihren Vertrag bei den Flames und wird auch in der nächsten Saison mit ihren Paraden ein starker Rückhalt, wie gestern gegen Buxtehude, sein / Bildrechte: ©Andrea Müller

Aller guten Dinge sind Drei … zumindest aus Sicht des Buxtehuder SV. Auch im dritten Aufeinandertreffen in dieser Saison, nach dem Hinspiel und dem Achtelfinale im DHB-Pokal, unterlagen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach vor 850 Zuschauern dem BSV mit 21:25 (10:14). Für den BSV ist es der sechste Sieg in Folge, die Flames warten weiter auf einen Überraschungserfolg in der Liga. Durch den Sieg ist der BSV auf Platz 4 in der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Die Flames belegen weiterhin den 12. Tabellenplatz, der am Saisonende den Klassenerhalt bedeuten würde.

Am Ende war es die Cleverness und die Routine, die dem Buxtehuder SV beide Punkte sicherte und vielleicht auch Jessica Oldenburg, die in den letzten 8 Minuten vor der Pause durch vier einfache Tore aus dem Rückraum entscheidenden Anteil an dem 4-Tore-Vorsprung des BSV zur Halbzeit hatte.

Trotzdem gab es viele positive Aspekte, auf die man aufbauen kann. Diesmal gab es für das Team von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm keinen Einbruch und nicht die berühmten 10 Minuten, in denen das Spiel gegen die Flames entschieden wurde. Die Mannschaft zeigte sich in der Abwehr stark verbessert und hat das im Training erarbeitete und vorgegebene auch umgesetzt. 25 Tore sprechen für eine gute Abwehrleistung und Jessica Kockler, deren Vertragsverlängerung nach dem Spiel bekannt gegeben wurde, hielt ihre Flames mit starken Paraden zusätzlich im Spiel.

Leider leisteten sich die Flames aber erneut im Angriff ein paar Fehler und Fehlwürfe zu viel und bringen sich dadurch um den Lohn und paar überraschende Punkte gegen eine der besseren Mannschaften.

Die Mannschaft hat gerackert und geackert und sich zweimal bis auf einen Treffer heran gekämpft. Nach dem 3:6 (14. Minute) zum 7:8 (21.) sowie in der 2. Halbzeit um mit einem 4:0-Lauf den Anschluss zum 18:19 (47.) herzustellen. Julia Maidhof erhielt eine Zeitstrafe und die Flames mussten in Unterzahl zwei Treffer zum 18:21 (49.) hinnehmen. Dies war die Vorentscheidung. Die Flames rannten jetzt gegen die Zeit an und konnten nur noch einmal auf 2 Tore zum 19:21 (51.) verkürzen. Hier reichte dann die Erfahrung und Klasse des BSV aus, um die Punkte mit in den Norden zu nehmen.

BSV-Trainer Dirk Leun war nach dem Spiel nicht ganz zufrieden mit seiner Mannschaft, lobte hierbei aber auch die gezeigte Leistung der Flames. „Es ist auch immer so, dass man nur so gut spielt, wie der Gegner einem Aufgaben stellt und das hat heute Bensheim durchaus geschickt gemacht. Sie haben uns oft zugestellt und immer vor variable Entscheidungen gestellt und da waren wir heute nicht gut, sie haben uns zu vielen Fehlern gezwungen. Das ist nicht nur eine schlechte Leistung meiner Mannschaft, sondern man muss auch anerkennen, dass Bensheim heute taktisch gut vorbereitet war“, so Leun nach dem Spiel.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm war verständlicherweise enttäuscht nach dem Spiel: „Zur Halbzeitpause waren es 4 Tore. Wir haben gesagt, dass wir dran sind und weiter rackern und ackern wollen. Wir haben auch in der 2. Halbzeit viele Dinge richtig gemacht und auf einmal steht es 18:19. Dann sind wir aber einfach nicht clever genug. Da fehlt uns dann einfach auch so ein bisschen die Routine und das Quäntchen Glück, da muss man auch mal ehrlich sein. Wenn man vielleicht mal ein Unentschieden macht, dann kann es passieren, dass gerade bei so einer jungen Mannschaft das Spiel kippen könnte. Das haben wir nicht gemacht. Es stand dann wieder 18:20 und dann 18:21 und dann wird es natürlich schwer, weil man auf die Uhr guckt. Nichtsdestotrotz hatten wir heute keine schlechten 10 Minuten, wie es die letzten Spiele war. Wir haben das Spiel verloren, aber wir sind nicht eingebrochen. Das ist das, was wir mitnehmen müssen. Wir werden weiter arbeiten und die Aufgaben werden nicht leichter. Wir fahren jetzt am Mittwoch nach Thüringen und dann kommt Blomberg zu uns. Es wird für uns weiter gehen und wir werden weiter um jeden Ball kämpfen. Ich glaube auch, dass wir bis zum Ende gekämpft haben. Ich kann da meiner Mannschaft auch überhaupt keinen Vorwurf machen, dass sie wirklich rackern und ackern. Ich bin auch davon überzeugt, wenn man das weitermacht, dann wird man sich auch dafür belohnen“.

Für die Flames geht es am Mittwoch, 20.02.2019 zum Deutschen Meister und aktuellen Tabellenzweiten Thüringer HC.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach Flames):
Erstmal Glückwunsch an Buxte zum Sieg. Natürlich sind wir absolut enttäuscht und haben natürlich gehofft, nachdem wir Buxte vor schwere Aufgaben gestellt haben und es 18:19 stand, wir vielleicht etwas mitnehmen dürfen. Aber wie schon gesagt, sie waren halt clever und haben das über die Bühne gebracht. Klar, es war ein Spiel mit vielen Fehlern, aber ich kann mit meiner Abwehr heute zufrieden sein. Wir haben nur 25 Tore bekommen, das war in den letzten Spielen anders. Wir haben uns darauf konzentriert und das, was wir besprochen haben, umsetzen können. Natürlich haben wir im Angriff wieder zu viele Fehler gemacht und haben zu viel verworfen. Deswegen hat auch Lea Rüther so gut gehalten.

Aber am Ende stehen wir leider mit leeren Händen da. Das müssen wir akzeptieren und einfach weiter machen, weil wir gesehen haben, dass wir sie ärgern können und das wir mithalten können, aber am Ende zählen nur diese 2 Punkte und die sind heute nicht auf unserer Seite.

Dirk Leun (Buxtehuder SV):
Ich denke, das war kein Handballspiel für Ästheten. Sehr viele Fehler von beiden Mannschaften in der Offensive. Der entscheidende Grund warum wir das Spiel für uns entschieden haben, ist ganz klar eine stabile Abwehrleistung und eine sehr gute Lea Rühter im Tor. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Wie gesagt, beide Mannschaften haben eine enorme Fehlerquote gehabt und das war jetzt nicht unbedingt ein gutes Niveau, was man heute gesehen hat. Am Ende zählen die 2 Punkte für uns. Das war wichtig, das ist der sechste Sieg in Folge und ich will jetzt nicht zu sehr Kritik üben. Wir müssen im nächsten Heimspiel gegen Oldenburg eine deutlich bessere Leistung zeigen.

Statistik:

HSG Bensheim/Auerbach Flames:
Jessica Kockler, Melanie Breinich  – Rafika Ettaqi (1), Caroline Thomas (2), Martha Logdanidou, Simone Spur Petersen, Sanne Hoekstra, Lisa Friedberger (6/3), Merel Freriks (5), Sarah van Gulik, Julia Maidhof (4), Bogna Sobiech (3).

Buxtehuder SV:
Antje Peveling, Lea Rühter – Melissa Luschnat, Lone Fischer (3), Mieke Düvel, Christina Haurum (1), Isabelle Dölle (2), Friederike Gubernatis, Maike  Schirmer, Jessica Oldenburg (6), Isabell Kaiser (4), Lisa Prior (9/5).

Siebenmeter: 4/3 – 5/5

Zeitstrafen: HSG 3 – BSV 1

Schiedsrichter: Jan Lier, Manuel Lier

Zuschauer: 850