Bittere Niederlage in Dortmund – Flames können sich nicht für ihre gute Leistung belohnen

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Bittere Niederlage in Dortmund – Flames können sich nicht für ihre gute Leistung belohnen

Alina Grijseels (hier mit Merel Freriks) gehört zum erweiterten Kader der Deutschen Nationalmannschaft / Bildrechte: ©Andrea Müller - HSG Bensheim/Auerbach Flames

Die gestrige 20:21 Niederlage beim haushohen Favoriten Borussia Dortmund hätte bitterer und unglücklicher nicht sein können. Mit einer sehr guten Leistung und einer herausragenden Jessica Kockler im Tor mussten die Flames in der Schlussminute durch einen Treffer von Nationalspielerin Nadja Mansson die unverdiente Niederlage hinnehmen. Erfolgreichste Torschützin bei den Flames war Anja Ernsberger mit 6 Toren.

Das mit Nationalspielerinnen gespickte Team von Trainerin Ildiko Barna wusste zu keiner Phase gegen den Aufsteiger zu überzeugen und konnte sich am Ende bei Nationaltorhüterin Clara Woltering bedanken, die nicht nur durch 5 gehaltene Siebenmeter zu überzeugen wusste und ihre Mannschaft mit vielen Glanzparaden überhaupt im Spiel hielt.

Die Flames spielten von Anfang an konzentriert und mit viel Druck und die 400 Zuschauer konnten keinen Unterschied zur Heimmannschaft sehen. Allerdings vergaben die Flames bereits in den ersten 10 Minuten drei Siebenmeter. Nach 14 Minuten führten die Flames mit 6:3, doch Dortmund konnte bis zur 20. Minute zum 6:6 ausgleichen. Das Spiel blieb bis zur Pause eng, so dass der BVB mit der knappen 11:9 Pausenführung in die Kabine ging, nachdem unmittelbar davor der 4. Siebenmeter vergeben wurde.

Konzentriert kamen die Flames aus der Kabine und glichen durch Tore von Ex-Borussin Rafika Ettaqi und Merel Freriks zum 11:11 aus.  Und die Flames wussten in der Folgezeit mehr und mehr zu überzeugen, sei es durch die starke Anja Ernsberger auf Außen oder Torfrau Jessica Kockler, die immer wieder klare Dortmunder Torchancen  zunichtemachte. So führte der Außenseiter 6 Minuten vor dem Ende verdient mit 20:17 und hätte durch einen Siebenmeter noch erhöhen können, doch Martha Logdanidou scheiterte vom Punkt an Clara Woltering.

Die letzten 6 Minuten gelang dann den Flames allerdings kein Treffer mehr und hier zeigte sich dann die „noch fehlende Erfahrung und Cleverness“, wie Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nach dem Spiel feststellte und was es ausmacht, wenn auf der anderen Seite eine Mannschaft „gespickt mit Deutschen Nationalspielerinnen“ steht.

Diese und die stark spielende Harma van Kreij drehten die Partie noch. Harma vonKreij und Anne Müller brachten die BVB Handball Damen auf 19:20 ran. Die Borussinen sahen ihre Chance kommen und standen jetzt in der Abwehr kompakter und hatten viel Glück beim 20:20 Ausgleich durch Stella Kramer, dass die Unparteiischen das vorhergehende Offensivfoul von Harma van Kreij  nicht pfiffen.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Nationalspielerin Nadja Manssons gelang 39 Sekunden vor dem Abpfiff der 21:20 Siegtreffer  zum am Ende mehr als schmeichelhaften und unverdienten Sieg, was auch viele Zuschauer so sahen.

Mit einer tollen Moral und einem unbändigen Kampfgeist sowie einer starken Teamleistung hatte der Aufsteiger auch die Zuschauer positiv überrascht und hätte sich die ersten Punkte auch mehr als verdient.

So steht man zum dritten Mal mit leeren Händen da und muss am Sonntag, 15.10.2017  zu den bisher ebenfalls punktlosen Frauen von FRISCH AUF Göppingen (16.00 Uhr EWS Arena,Nördliche Ringstraße 87,73033 Göppingen).

Jetzt gilt es die Köpfe frei zu bekommen in den nächsten Tagen und am Sonntag genauso aufzutreten, denn dann sollte es auch endlich mit den ersten Punkten klappen. Und noch etwas Positives kann  man aus dem Auswärtsspiel gegen eine Mannschaft mitnehmen, die den Anspruch hat, am Ende der Saison mindestens 4. zu werden : „Wir können stolz auf uns sein gegen diese Mannschaft auswärts nur 20 Tore kassiert zu haben“, so Falmes-Trainerin Heike Ahlgrimm auf der anschließenden Pressekonferenz.

HSG Bensheim/Auerbach: Jessica Kockler, Pauline Radke (Tor), Anja Ernsberger (6), Rafika Ettaqi (1), Vildana Halilovic (2), Caroline Thomas, Martha Logdanidou (2/2), Sanne Hoekstra (1), Lisa Friedberger (1), Merel Freriks (1), Sarah van Gulik (3), Julia Maidhof (2/1) und Bogna Sobiech (1)