31:25 Auftaktniederlage in Buxtehude – trotz toller Moral

Saisonstart in Buxtehude beim Tabellendritten der letzten Saison
8. September 2018
DHB-Teammanagerin Laura Steinbach hält Vortrag bei den Flames
11. September 2018
alle anzeigen

31:25 Auftaktniederlage in Buxtehude – trotz toller Moral

Carolin Schmele war mit 9/4 Toren in Buxtehude erfolgreichste Torschützin der Flames / Bildrechte: ©Andrea Müller

Der Start der Flames der HSG Bensheim/Auerbach beim Buxtehuder SV ging am Ende zwar deutlich mit 31:25 (16:14) verloren, doch muss man trotzdem nicht ganz unzufrieden mit dem ersten Auftritt in der neuen Saison sein. Beim Vorjahresdritten zeigten die Flames eine tolle Moral, auf die man im Kampf um den Klassenerhalt aufbauen kann.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm hatte ihr Team gut auf den Gegner eingestellt und ihre Flames erwischten vor 1.007 Zuschauern einen guten Start. In den ersten sieben Spielminuten waren sie die spielbestimmende Mannschaft und lagen mit 3:1 in Führung. Diese glichen Nationalspielerin von Maike Schirmer und Ex-Nationalspielerin Lone Fischer, die gestern ihren 30. Geburtstag feierte,  innerhalb weniger Sekunden aus (8. Minute).

Anschließend wechselte die Führung ständig bis zum 13:13 (25.).

Erneut war es dann Lone Fischer, mit ihrem 5. Treffer zum 14:13 (27.) ihr Team in Front brachte. Annika Lott erhöhte dann gar mit zweit Toren auf 16:13. Carolin Schmele verkürzte per Siebenmeter auf 16:14. Mit diesem 2-Tore-Rückstand ging es in die Kabine.

Nach der Pause war das Spiel in den ersten Minuten ziemlich zerfahren. Beiden Mannschaften gelang nur ein Treffer. Geburtstagskind Lone Fischer sorgte dann mit ihrem siebten Tor zum 19:15 (39.) für die erste 4-Tore-Führung des Spiels.

Aufholjagd nach 7-Tore-Rückstand

Dies baute der BSV nun kontinuierlich aus und  führte eine Viertelstunde vor dem Ende beim 24:17 mit 7 Toren. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm reagierte und nahm ihre dritte Auszeit (46.). Sie fand offensichtlich die richtigen Worte, denn ihr Team startete anschließend die Aufholjagd. Mit einem Doppelschlag verkürzte Carolin Schmele auf 24:19 (48.). Sarah van Gulik, Caroline Thomas, Julia Maidhof und Anja Hoekstra  brachten die Flames bis auf ein Tor beim 24:23 (54.) heran und man hatte sogar die Chance zum Ausgleich. BSV-Spielerin Jessica Oldenburg kassierte eine Zeitstrafe, da sie mit einem Foul den möglichen Gegenstoß und die Ausgleichschance verhinderte. Doch statt die Überzahl zu nutzen,  agierte man jetzt etwas kopflos und machte mehrere technische Fehler. Diese nutzte der BSV und erzielte in Unterzahl durch Annika Lott und der „Spielerin des Tages“ Lone Fischer das vorentscheidende 26:23 (56.) für den BSV.

Carolin Schmele verkürzte nochmals auf 26:24, doch dann war die Gegenwehr gebrochen und Buxtehude kam letztendlich doch noch zu einem klaren 31:25 Erfolg.

Beste Werferinnen beim BSV waren Lone Fischer (9) und Annika Lott (6), bei den Flames waren dies Carolin Schmele (9/4) und Merel Freriks (5).

Trotz der Niederlage können die Flames aber aus diesem Spiel auch viel Positives für die Saison mitnehmen und darauf aufbauen. Am Wochenende erwartet die Flames das „leichteste“ Spiel der Saison in der Weststadthalle…Mit dem Deutschen Meister Thüringer HC kommt die TOP-Mannschaft und der absolute Meisterfavorit nach Bensheim. Anpfiff ist am Samstag, 15.09.2018 um 17.30 Uhr. Auf diese Begegnung freuen sich auch die beiden befreundeten Fanclubs schon sehr. Vom Thüringer Fanclub Rote Wand haben sich bereits 37 Fans angekündigt, die bereits am Nachmittag empfangen werden und auch in Bensheim übernachten.

Statements der Trainer nach dem Spiel:

Heike Ahlgrimm (HSG Bensheim/Auerbach Flames): Glückwunsch an Buxtehude zum Sieg. Ich denke im Großen und Ganzen geht er auch in Ordnung, weil wir zu viele Fehler machen. Für uns war wichtig, dass wir sie vor eine Herausforderung stellen, dass sie sich die Punkte erkämpfen mussten und das mussten sie heute. Letztes Jahr sind wir hier mit über 10 Toren untergegangen. Dieses Jahr waren wir 8 Minuten vor Schluss mit einem Tor dran, haben leider dann den Kopf verloren. Von daher kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir müssen aus bestimmten Situationen lernen. Wir haben in der 1. Halbzeit gute Sachen gespielt, wir waren dran. Dann haben wir, wie gesagt, etwas den Kopf verloren, lagen dann Mitte der 2. Halbzeit mit 7 Toren hinten. Wir haben uns dann wieder gefangen und eine mega Aufholjagd gemacht, waren dann bis auf 1 Tor dran. Am Ende hat es heute nicht gereicht. Bei uns geht es auch dieses Jahr wieder um den Klassenerhalt und ich glaube, wenn wir so weiter spielen mit der Moral, mit dem Kampfgeist, dann werden wir unsere Punkte wieder sammeln, damit ich auch nächstes Jahr hier wieder stehen kann.

Dirk Leun (Buxtehuder SV): Ich bin sehr stolz, dass wir dieses Spiel gewonnen haben und dass wir heute sehr viele junge Spielerinnen gesehen haben, die das Herz in die Hand genommen haben. Es gab Höhen und Tiefen in diesem Spiel. Wir haben immer das Problem den Rhythmus zu finden. Das ist auch heute so gewesen. Das Spiel war so, wie es Heike gesagt hat, 20 Minuten völlig ausgeglichen, da gab es keine bessere Mannschaft. Es war da ein Spiel auf Augenhöhe. Ich denke, wir haben zwei Dinge verpasst. Wir waren in den ersten Minuten der 2. Halbzeit überhaupt nicht da. Wir haben viele Ballgewinne, doch nichts daraus gemacht. Ich glaube in sieben Minuten nur ein Tor. Wenn einem ein Gegner so viele Geschenke macht, dann müssen wir das konsequenter nutzen, das ist das Eine. Dann haben wir uns gefangen und haben sehr gut gespielt und konsequent gespielt und einen 7-Tore-Vorsprung herausgespielt. Dann haben wir den Kopf verloren und hatten auch ein bisschen Pech. Aber ich bin sehr stolz, dass wir diese kritische Phase gut überstanden haben.